Eine unvergesslich tolle Zeit im Ausland als Animateurin

Am Flughafen angekommen wurde ich von meinem Animationschef abgeholt. Wir fuhren ins Hotel, in dem ich meine nächsten 6 Monate als Kinderanimateurin verbrachte.
Mir wurde dann gleich das Team vorgestellt, das mich von Anfang an sehr gut empfangen hat. Wir waren ein internationales Team aus der Ukraine, Tschechien, Slowakei, Türkei und Deutschland. Wir hatten auch nach der Arbeit immer super Spaß. Kurz danach kam Janko ins Hotel. Er erklärte mir noch ein paar Sachen, z. B. wie mein Tagesablauf aussieht, die Abendprogramme usw. Danach sind wir ins Lojman gefahren. Ich bekam mein Zimmer und wir hatten 1 Stunde Pause. An diesem Abend sollte ich mich zu den Gästen setzen und die Comedy Show mit angucken. Ich war ganz schön nervös, als ich dachte das ich in der nächsten Zeit da oben stehen werde *g*. Die nächsten 2 Tage verliefen erst einmal ganz ruhig. Ich habe mir alles angeguckt bin erstmal hinterhergelaufen. Unser Tag beginnt 9.45 Uhr mit einem Meeting und endet 0.00 Uhr mit zwischenzeitlich wenig Pause. Das war erst mal eine ganz schöne Umstellung. Montag hatten wir frei und ab Dienstag durfte ich voll durchstarten. Wir hatten in der Mittagspause in der Hochsaison bei 50 Grad Probe für die Grease Show, Comedy Show oder Musical Mix Show. Bis Anfang Juni war es eine harte Zeit, wir nutzen jeden freie Minute um zu üben, wir hatten Nachtproben, ein Choreograph war da der uns getrimmt hatte. Diese 4 Wochen waren das schlimmste. Alle hatten keine Energie mehr und wollten aufhören. Aber als wir dann unsere erste Show hatten, war es einfach ein klasse Gefühl und die Arbeit hat sich gelohnt.
Dann fing die Saison richtig an und wir waren bis zu 14 Animateure. Sofing auch der Stress an. Wir hatten im Kinderclub viele Kinder, Aktivitäten waren voll, jeden Abend Show dadurch gab es ab und zu mal Streitereien im Team, die aber abends wieder ganz schnell vergessen waren.
Jeden Abend war Minidisco vor der Show, der Miniclub musste sich verkleiden und hatte somit vor der Show noch eine extra Aufgabe was ziemlich geschlaucht hat. Aber man gewöhnt sich auch an das. Jeden Tag hatten wir 4-mal Meeting, in denen gesagt wurde was gut oder schlecht war und was wir besser machen könnten.
Nach den Shows hatten wir immer Poolparty und Gästekontakt bis 23.30 Uhr danach unser Meeting und 0.00 Uhr war unser Tag zu Ende und wir fuhren in unser Lojman.
Hört sich alles hart und stressig an, das war es auch teilweise, aber es waren einfach nur meine geilsten 6 Monate.
Als die Saison dann langsam zu Ende ging und jede Woche jemand das Team verließ und wir unsere letzten Shows hatten, waren alle extrem traurig. Die Shows machten jedes Mal Spaß, auch wenn man mal ein paar Fehler machte - Applaus gab es trotzdem. Man sollte nicht denken, dass Animation Urlaub ist, aber es ist einfach schön, wie viel Menschen man kennen lernt, so dass man echt traurig ist, wenn sie abreisen muss und was man alles so erlebt.
Ich möchte diese Zeit auf keinen Fall missen und würde es jedem empfehlen, mal als Animateur zu arbeiten.




