Es gab so viele schöne Zeiten
Nach meiner Ankunft am Flughafen wurde ich von Janko, dem Chef vom Animationsportal zu dem Hotel begleitet, in dem ich den ganzen Sommer über verbringen würde.
Dort angekommen, wurde ich gleich zu Gästen gesetzt und durfte mir die Comedy Show anschauen.
Meine Nervosität stieg, als ich daran dachte, dass auch ich dort schon bald auf der Bühne stehen würde.
Nach der Show hatte ich ein langes Gespräch mit meinem zukünftigem Chef, in dem er mir erklärt hat wie mein Tagesablauf die nächsten Wochen sein wird, was meine Aufgaben sind, welche Shows wir machen werden, worauf ich aufpassen muss (besonder vor den türk. Jungs wurde ich gewarnt*g*) und die allgemeinen Regeln des Hotels.
Nachdem mir tatkräftig geholfen wurde, mein vorübergehendes Zimmer zu beziehen, wurde ich sofort von allen Seiten mit Kuchen, Chips und Cola versorgt, denn es wurde ein Geburtstag gefeiert und alle haben mich von der ersten Sekunde an behandelt, als wäre ich schon immer dabei, was mir meinen Start natürlich sehr viel einfacher gemacht hat!
Die erste Woche lief noch ganz ruhig.
Ich durfte eine Animateurin begleiten, die mir alles erklärt und gezeigt hat.
Außerdem durfte ich bei Aktivitäten, wie Morgen-, Wassergymnastik und Step Airobic mitmachen und habe diese dann später sogar selbst gemacht, wenn Not am Mann war.
Auch in die Abendshows wurde ich langsam integriert und schon in der zweiten Woche begannen die Tanzproben für "Turkish Night".
Diese Zeit war mit Sicherheit die Härteste für mich.
Ich hatte nicht gedacht, dass ich mich da so doof anstelle und habe mich und den Choreographen nicht nur einmal an den Rand des Wahnsinns getrieben! :-) Die Proben fanden zudem in jeder freien Sekunde tagsüber und dann abends bis spät in die Nacht statt. Wir waren alle völlig am Ende mit den Kräften.
Aber wir Mädels hatten zum Glück eine ganz liebe Choreographin, die sich meistens sehr schnell zu einer kurzen Trink- und Rauchpause überreden ließ. Da ich die erste war, die von dem zukünftigen Miniclub schon da war und auch Erfahrung mit Kindern hatte, wurde ich sogar sehr stark bei der Planung unseres Wochenplans miteinbezogen, was mich natürlich sehr gefreut hat.
Als allerdings unser Hotel dann aufgemacht wurde, war unsere Chefin im Urlaub und hat mich mit meiner deutschen Kollegin allein gelassen. Anfangs gab es kaum Kinder aber manchmal haben wir schon gezweifelt ob Miniclub wirklich das Richtige für uns ist.
Aber als die Chefin wieder da war, die Kinder langsam mehr wurden, wir nach Wochenplan arbeiten konnten und auch noch 3 Mädels (1 Türkin, 2 Ungarinnen) zur Unterstützung bekamen, lief es doch alles ganz gut. In der Hauptsaison wurde es dann schon auch mal ganz schön stressig und dadurch kam es manchmal zu Streitereien im Team, die aber spätestens am Abend, wenns ruhiger wurde, wieder vergessen waren!
Neben den normalen Arbeiten kamen dann oft noch Proben für die Abendshows oder das Schleppen von Materialien für z. B. die Beach Part (die immer super cool war) oder König der Löwen (die Gäste waren jedesmal völlig hin und weg) und das mittags bei Temperaturen bis zu 45 Grad!! Abends gab es für den Miniclub abwechselnd Mini Buffet und zwei mussten verkleidet die Minidisko vortanzen.
Danach Show und von halb 12 bis 12 noch in die Open Air Disco und wer wollte konnte mit auf Disco Tour.
Das mag alles sehr stressig klingen und das war es teilweise auch.
Aber es gab so viele schöne Zeiten und Momente und Gäste bei denen ich sehr traurig war, als sie wieder abgereist sind.
Zu den Shows muss ich sagen, ich war zu meiner eigenen Überraschung wirklich gerne auf der Bühne.
Bei der "Turkish Night" war ich jedes Mal tierisch aufgeregt und Fehler sind fast jedes Mal passiert. Aber es hat trotzdem unglaublich viel Spaß gemacht und für den Applaus zum Schluss hat sich all die Aufregung auch gelohnt! :-)
Natürlich war es nicht immer NUR lustig und man darf nicht glauben, dass man als Animateur halber Urlauber ist, aber ich hatte eine wunderschöne Zeit in Antalya und ich habe so viele tolle Menschen getroffen und sehr viel für mich und über mich gelernt.
Ich möchte diese Zeit nicht missen und danke Animationsportal, dass sie mir dies ermöglicht haben! Ich kann es nur empfehlen, mal eine Saison als Animateur zu arbeiten!




